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WISSEN VERTIEFEN, ERFAHRUNGEN AUSTAUSCHEN
Schunk Carbon Technology in Bad Goisern

Unser Besuch führt uns zum Werkzeugbau der Schunk Carbon Technology GmbH in Bad Goisern, Österreich. Als TNC Club-Premiummitglied gehört das Unternehmen seit 2018 zu den frühen Mitgliedern des TNC Clubs, der inzwischen auf eine zehnjährige Geschichte zurückblickt.

MEHRWERT DURCH DIE TNC CLUB PREMIUMMITGLIEDSCHAFT

Christoph Schiendorfer und sein Team nutzen die Vorteile der TNC Club-Premiummitgliedschaft aktiv und regelmäßig. Der jährliche Besuch des regionalen TNC Club-Applikationsexperten Michael Wartbichler dient dazu, sich über Software-Neuheiten zu informieren und das Wissen zu spezifischen Steuerungsfunktionen zu vertiefen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeitenden regelmäßig an regionalen Anwenderschulungen teil. Neben fachlichen Vorträgen steht dabei insbesondere der Erfahrungsaustausch mit anderen Anwendern im Mittelpunkt.    

WERKZEUGBAU ALS GARANT FÜR HOHE ANLAGENVERFÜGBARKEIT

Mit 18 Mitarbeitenden übernimmt der Werkzeugbau eine Schlüsselrolle am Standort Bad Goisern. Ob die schnelle Fertigung von Werkzeugen oder Ersatzteile für Produktionsanlagen: Ziel ist es, Stillstandszeit auf ein Minimum zu reduzieren. Da die Produktionsmaschinen am Standort selbst konstruiert und gebaut werden, entstehen im Werkzeugbau zudem zahlreiche Prototypen. Die Programmierung erfolgt dabei etwa zur Hälfte direkt an den Maschinen und zur Hälfte über das CAM-System beziehungsweise einen externen TNC-Programmierplatz.

BEWÄHRTE TECHNIK MIT BEEINDRUCKENDER LANGLEBIGKEIT

Im Werkzeugbau treffen gleich zwei Generationen von Mensch und Maschine aufeinander: Die eingesetzten HEIDENHAIN-Steuerungen reichen von einer TNC 355 aus dem Jahr 1990 bis zur modernen TNC7, die seit 2024 im Einsatz ist. Hubert Mitterhauser arbeitet seit 1989 im Unternehmen und bedient seit 1990 eine HERMLE UWF 900 mit TNC 355. In mehr als drei Jahrzehnten musste lediglich der Monitor ersetzt werden. Maschine und Steuerung sind bis heute zuverlässig und nahezu täglich im Einsatz. Auch die 1987 eingeführte Steuerung bietet mit ihrer Vorschaugrafik und den integrierten Zyklen noch immer alle notwendigen Funktionen für die Reparatur von Werkzeugen aus der Fertigung sowie für die Herstellung von Prototypen, für die kein CAD-Modell vorliegt. Die offene Maschinenbauweise bietet einen weiteren Vorteil: Lange Aluminiumprofile, die sich in geschlossenen Maschinen häufig nicht aufspannen lassen, können hier problemlos bearbeitet werden.

Zwei Generationen von Maschinen und Kollegen treffen im Werkzeugbau bei Christoph Schiendorfer (Mitte) zusammen

DER WEG ZUR 5-ACHS-BEARBEITUNG
Mit dem zunehmenden Bedarf an Mehrseitenbearbei-tungen rückte das Thema 5-Achsigkeit stärker in den Fokus. Um deren Nutzen und Wirtschaftlichkeit im Werkzeugbau zu bewerten, entschied sich das Unter-nehmen zunächst für die Anschaffung einer gebrauch-ten und damit kostengünstigen Maschine mit iTNC 530. Vor zwei Jahren wurde dann auch noch in eine neue Maschine mit TNC7 investiert – die erste HERMLE-Ma-schine mit TNC7 in Österreich. Der Einstieg in die neue Steuerungsgeneration verlief dabei reibungslos. Nach der Inbetriebnahme und einer OEM-Einweisung wurde der jährliche Besuch des Applikationsexperten vom TNC Club genutzt, um die Einarbeitung weiter zu vertiefen.

OCM-ZYKLEN ALS PRODUKTIVITÄTSTREIBER
Werkzeugbautechniker Fabian Schweizer arbeitet über-wiegend an der TNC7. Sein persönliches Highlight sind die OCM-Zyklen zum Schruppen und Schlichten einschließlich des integrierten Schnittdatenrechners. Dieser unterstützt die Anwender bei der Ermittlung optimaler Bearbeitungsparameter und reduziert den Aufwand für die manuelle Berechnung erheblich.

Hubert Mitterhauser: „Als Werkzeugbauer für Prototypen will ich mit der Nase am Fräser sein. Daher arbeite ich sehr gerne mit der Maschine“

Schunk Carbon Technology in Bad Goisern

Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1946 zurück, als es unter dem Namen Hoffmann & Co. Elektrokohle AG gegründet wurde. Seit 1999 ist es Teil der Schunk-Gruppe. Heute entwickelt und produziert der Standort Bad Goisern Schleifleisten für die Stromübertragung im Schienenverkehr, Komponenten für die Automobilindustrie sowie zunehmend Wellenerdungen zur Ableitung von Störströmen in E-Mobility-Anwendungen.

Kontakt

Schunk Carbon Technology GmbH
Au 62, 
4822 Bad Goisern am Hallstättersee
Österreich

Tel.: +43 6135 400 - 0
www.schunk-group.com/