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Langjährige TNC-Erfahrung trifft auf flexible Einzelteilfertigung und moderne 5-Achs-Technik

Wenn ein Kunde mit einem Problem kommt, für das es weder Zeichnungen noch CAD-Daten gibt, beginnt bei Bösch Fertigungstechnik die eigentliche Arbeit. Eine Konstante dabei: die durchgängige Nutzung von HEIDENHAIN TNC-Steuerungen. Bösch kennt die Steuerungstechnologie aus jahrzehntelanger Praxis und setzt sie gezielt ein, um den hohen Anforderungen an Flexibilität und Termintreue gerecht zu werden.

„Unsere Kunden kommen meist dann zu uns, 
wenn Standardlösungen nicht weiterhelfen“. 

 Jürgen Bösch, Geschäftsführer GmbH

VOM FERTIGUNGSAUFTRAG ZUR KOMPLETTLÖSUNG

Die Kernkompetenz von Bösch Fertigungstechnik liegt in der Zerspanung anspruchsvoller Aluminiumbauteile. Serienfertigung spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Stattdessen dominieren Einzelteile und kleine Losgrößen, häufig verbunden mit ungewöhnlichen Anforderungen und engen Zeitfenstern. Ein Beispiel aus der Süßwarenindustrie zeigt, wie das Unternehmen arbeitet. Für die Herstellung von Bonbons benötigte ein Kunde kurzfristig ein Bauteil, dessen Lieferzeit und Kosten beim zuständigen Maschinenhersteller
nicht mehr akzeptabel waren. Die Herausforderung: Es existierten weder technische Zeichnungen noch CAD-Daten. 

Das Team digitalisierte das vorhandene Bauteil mithilfe eines Tastsystems direkt auf der Maschine und erzeugte daraus ein CAD-Modell. Anschließend wurde die Komponente neu konstruiert und gefertigt. Dabei entschieden sich die Fertigungsspezialisten bewusst gegen die bisherige Gussteilausführung und für die Herstellung aus einem massiven Aluminiumblock. Die Änderung brachte einen zusätzlichen Nutzen: Verbiegt sich bei der Reinigung der Bonbon-Maschine ein Zahn an diesem Teil, kann der Schaden meist einfach wieder gerichtet werden. Beim bisherigen Gussteil führten solche Schäden oftmals zum Bruch und damit zum vollständigen Austausch der Komponente. Das Beispiel verdeutlicht den Anspruch des Unternehmens, nicht nur Bauteile zu fertigen, sondern technische Lösungen zu entwickeln.

„Maschinen und Software sind wichtig. Entscheidend ist jedoch, dass die Menschen dahinter ihre Möglichkeiten verstehen und in der Praxis nutzen können. Diese Kombination aus Erfahrung, Know-how und moderner Technik ist aus meiner Sicht der Schlüssel zu unserem Erfolg.“
Jürgen Bösch, zusammen im Bild mit Tochter Leonie und Sohn Lukas,  die beide aktiv im Betrieb mitarbeiten und schon heute die Zukunft des Familienbetriebs mitgestalten.

CAM-GESTÜTZTE FERTIGUNG MIT RAUM FÜR FLEXIBILITÄT

Die NC-Programme entstehen überwiegend mithilfe eines CAM-Systems und werden anschließend über TNCremo an die jeweilige Maschine übertragen. Dennoch spielt die Programmierung direkt an der Steuerung im Alltag weiterhin eine wichtige Rolle. Maßanpassungen, zusätzliche Bohrungen oder kleinere Optimierungen werden häufig unmittelbar an der Maschine umgesetzt. Diese Flexibilität ist insbesondere bei Einzelteilen und kurzfristigen Änderungen von Vorteil.

ERFAHRUNG AUS MEHREREN TNC-GENERATIONEN

Mit Christoph Wälde arbeitet im Unternehmen ein Mitarbeiter,  der ebenso wie Jürgen Bösch auf viele Jahre Erfahrung mit HEIDENHAIN-Steuerungen zurückblicken kann. Sein beruflicher Weg führte ihn über zahlreiche Steuerungsgenerationen hinweg, von frühen Systemen aus der Grundig-Ära bis hin zur aktuellen TNC7. Beide haben die technologische Entwicklung über Jahrzehnte begleitet. Als Meilenstein nennen sie die Einführung der iTNC 530, die mit ihrer Leistungsfähigkeit insbesondere in der HSC-Bearbeitung neue Möglichkeiten eröffnete. Die aktuelle TNC7 sehen sie als konsequente Weiterentwicklung mit Fokus auf Bedienkomfort und Anwenderfreundlichkeit.

TNC7 IM PRAXISEINSATZ

Mit einer DMG MORI DMU 95 monoBLOCK und TNC7 hat Bösch Fertigungstechnik die Möglichkeiten in der 5-Achs-Bearbeitung erweitert. Die Maschine kommt insbesondere bei komplexen Aluminiumbauteilen mit Freiformflächen und hohen Anforderungen an Präzision und Prozesssicherheit zum Einsatz.
Christoph Wälde hebt vor allem die moderne Bedienoberfläche hervor. Die Struktur orientiere sich an aktuellen Bedienkonzepten, wodurch sich Arbeitsumgebungen individuell anpassen lassen. Beim Einfahren von Programmen können verschiedene Informationen gleichzeitig dargestellt werden, während Größe und Anordnung der Fenster flexibel bleiben.

„Beim Einfahren neuer Programme möchte ich meine Aufmerksamkeit auf Werkzeug und Werkstück richten. Der Override Controller hilft dabei, weil ich wichtige Einstellungen und Rückmeldungen direkt erhalte, ohne den Blick vom Arbeitsraum abwenden zu müssen.“
 Christoph Wälde

Bösch Fertigungstechnik GmbH

Das mittelständische Unternehmen aus Teningen hat sich auf die Fertigung komplexer Einzelteile und Kleinserien spezialisiert. Kurze Reaktionszeiten, hohe Flexibilität und ausgeprägtes Fertigungs-Know-how prägen den Arbeitsalltag. Seit der Übernahme des Unternehmens im Jahr 2016 investiert Geschäftsführer Jürgen Bösch kontinuierlich in den Ausbau und die Modernisierung des Maschinenparks. Die positive Entwicklung des Unternehmens setzt sich fort. Geplant sind die Erweiterung der Fertigungskapazitäten sowie Investitionen in zusätzliche 5-Achs-Technologie. Grundlage dieser Entwicklung bleibt die Kombination aus qualifizierten Mitarbeitern, moderner Fertigungstechnik und fundiertem Steuerungswissen. Der Blick in die Fertigung zeigt dabei, dass Produktivität nicht allein von Maschinen abhängt. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Erfahrung, Prozessverständnis und der Fähigkeit, auch ungewöhnliche Aufgaben schnell und zuverlässig zu lösen. Genau darin liegt die besondere Stärke von Bösch Fertigungstechnik.

Kontakt

Bösch Fertigungstechnik GmbH
Geschäftsführer: Jürgen Bösch
Siemensstraße 14
79331 Teningen

Tel.: 07663 / 91 42 06
info@boesch-fertigungstechnik.de