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Komplett bearbeiten: Drehen und Fräsen in einer Aufspannung

Auf einer Fräs-Dreh-Maschine mit TNC 640 bearbeiten Sie das Werkstück komplett in einem Zug: Fräsen – Drehen – Fräsen in beliebiger Reihenfolge. Die TNC 640 bietet Ihnen leistungsfähige Funktionen, mit denen Sie auf ganz einfache Weise programmgesteuert im NC-Programm beliebig zwischen Dreh- und Fräsbetrieb wechseln können. So entscheiden Sie vollkommen frei, wie und wann Sie beide Bearbeitungsmethoden miteinander kombinieren wollen.

Die Software-Basis der Drehfunktionen wurde aus den bewährten HEIDENHAIN-Drehsteuerungen übernommen. Damit stehen Ihnen drehspezifische Konturelemente wie Einstich oder Gewinde-Freistich zur Verfügung. Neben den Standard-Bahnfunktionen können Sie zur Definition der Drehkontur auch die Freie Konturprogrammierung FK verwenden.

Als Fräsanwender können Sie auch Ihre Drehprogramme wie gewohnt im HEIDENHAIN-Klartext-Dialog erstellen. Denn die TNC 640 nutzt beim Drehen dieselben Programmiertechniken, die auch beim Fräsen zum Einsatz kommen. TNC-Programmierer können dadurch auf vorhandenem Wissen aufbauen und finden schnell den Einstieg in die Welt des Drehens auf der Fräsmaschine.

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Einfacher Wechsel zwischen Dreh- und Fräsbearbeitung

Über standarisierte Klartext-Befehle können Sie im NC-Programm beliebig zwischen den Betriebsarten Fräsen und Drehen wechseln. Dabei gibt es praktisch keine Einschränkungen. Die Umschaltung geschieht unabhängig von der aktuellen Achskonfiguration, die TNC 640 übernimmt beim Umschalten alle intern erforderlichen Änderungen:

  • Umstellen auf Durchmesser-Anzeige
  • Setzen des Bezugspunktes in die Drehtisch-Mitte
  • Klemmen der Werkzeugspindel und andere maschinenabhängige Funktionen

Programmieren wie gewohnt

Drehbearbeitungen programmieren Sie komfortabel und dialoggeführt im HEIDENHAIN-Klartext-Dialog. Neben den Standard-Bahnfunktionen können Sie zur Definition der Drehkontur auch die Freie Konturprogrammierung (FK) verwenden. Mit ihr können Sie nicht NC-gerecht bemaßte Konturelemente auf einfache Weise erstellen.

Darüber hinaus stehen Ihnen auch die drehspezifischen Konturelemente Einstich und Freistich zur Verfügung. Bei der Definition dieser Konturelemente unterstützen Sie aussagekräftige Hilfebilder.Für das Drehen werden die Werkzeuge auf dieselbe Art und Weise definiert wie für das Fräsen. Die TNC 640 bietet dem Bediener dabei eine umfangreiche grafische Unterstützung.

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Fräs- und Drehzyklen

Das Zyklenpaket der neuen TNC 640 verfügt – neben den bekannten Fräs- und Bohrzyklen – über viele intelligente Drehzyklen, mit denen Sie auch komplexe Drehbearbeitungen ganz einfach an der Maschine programmieren können.

Zyklen zum Schruppen, Schlichten, Einstechen, Gewindedrehen oder Stechdrehen sind Bestandteil des Zyklenpakets der TNC 640. Dabei erkennt die automatische Rohteilnachführung der TNC 640 bereits bearbeitete Bereiche und passt sowohl den Bearbeitungsbereich als auch An- und Abfahrtswege dem aktuellen Bearbeitungsfortschritt an. Das reduziert den Programmieraufwand und die Bearbeitungszeit. Programmierte Tastzyklen stellen sicher, dass das Werkstück exakt die Maßvorgaben erreicht.

Die Drehzyklen berücksichtigen die in der Drehwerkzeug-Tabelle definierte Werkzeuggeometrie und vermeiden so Konturverletzungen. Spezielle Zyklen ermöglichen auch die Herstellung von Außenverzahnungen im Abwälzverfahren und die Bearbeitung von exzentrisch aufgespannten Werkstücken.

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Angestelltes Drehen

Die TNC 640 ermöglicht beim Drehen auch jeden beliebigen Anstellwinkel zwischen Werkzeug und Werkstück. Somit lassen sich auch schwer zugängliche Segmente des Werkstücks unter optimalen Schnittbedingungen bearbeiten. Auch hier unterstützt die Rohteilnachführung bei der Optimierung der Verfahrbewegungen.

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